Lean Hospital
Seit Mitte der siebziger Jahre teilen nahezu alle Akteure im deutschen Gesundheitswesen ein grundlegendes Problem: Finanznot!
Während die Ausgaben für medizinische Leistungen und Medikamente steigen, gelten die Einnahmen längst nicht mehr als gesichert. Die hohe Arbeitslosigkeit und die demografische Entwicklung verschärfen dieses Problem zusätzlich.
Mit der Einführung des Fallpauschalengsetzes (FPG) wird das Dilemma vieler Krankenhäuser offenbar:
- Einerseits sind die finanziellen Mittel der Häuser sehr begrenzt und die Leistungen werden zukünftig pauschal abgerechnet (unabhängig von der tatsächlichen Verweildauer eines Patienten)
- Andererseits verschärft sich der Wettbewerb im stationären Bereich - insbesondere um medizinische Kompetenz (medizinische Spezialkenntnisse und Medizintechnik) und Versorgungsqualität
Mit Hilfe der bewährten Lean Management-Methodik könnte dieses Dilemma, das nicht allein den stationären Bereich betrifft, gelöst werden. "Werte schaffen ohne Verschwendung" ist dabei die grundlegende Devise (Lean Healthcare, Lean Hospital).
Das Konzept vom Lean Hospital überträgt die bewährten Lean Management-Methodik auf die speziellen Rahmenbedingungen des Gesundheitswesens.
Dabei werden vor allem die speziellen Anforderungen des stationären Sektors berücksichtigt:
- Patientensicherheit ist das oberste Gebot
- Kapazitätsengpässe, Fehler oder Zeitverzögerungen können Leben gefährden
- Die Auslastung und Leistungserbringung ist nur bedingt plan- und steuerbar.
Im Lean Hospital werden die bewährten Methoden des Lean Thinking für die Optimierung der Abläufe in den Krankenhäusern genutzt:
- Alle Potenziale in den Prozessen werden genutzt, um die vorhandenen Mittel optimal einzusetzen.
- Die optimierte Prozesse sind Grundlage für Kostentransparenz und Sicherung der Versorgungsqualität.
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Wesentliche Ansätze und Ziele von Lean Healthcare sind:
- Prozesse und Abläufe optimieren, um Bearbeitungszeiten und Verweildauern zu verkürzen
- Schnittstellen zwischen Abteilungen, Stationen und Funktionsbereichen optimieren und standardisieren, um Verschwendung zu eliminieren
- Latente Potenziale identifizieren und nutzen, um Kosten zu sparen
- Verwaltungsprozesse und Abrechnungssysteme verbessern, um Kostentransparenz zu schaffen und Prozess- bzw. Fallkosten genau bestimmen zu können
- IT-System integrieren, um Doppel- und Mehrarbeiten zu vermeiden
- Produktivität verbessern und Bestände reduzieren, um Durchlaufzeiten zu verkürzen und Aufwand zu reduzieren
Die Erfolgfaktoren von Lean Healthcare basieren auf der Anwendung der Ansätze und Methoden des Lean Management:
- Konsequente Orientierung am Wertstrom bzw. am Fall und Elimierung der nicht-wertschöpfenden Aktivitäten
- Sicherung der Qualität
- Betrachtung des Gesamtsystems, seiner Mitarbeiter und Kunden/Patienten durch den ganzheitlichen, systemischen Ansatz
- Erhöhung der Effizienz des Gesamtsystems
- Nutzung des vorhandenen Wissens der Mitarbeiter
- Einziehung der Mitarbeiter in den Optimierungsprozess
- Identifizierung latenter Potenziale
- Sicherstellung messbarer und nachhaltiger Erfolge
Publikationen:
Ausgewählte Publikationen zum Thema finden Sie >hier.
Flyer "Lean Hospital"
Kontakt:
Für weitere Informationen zum Thema Lean Hospital kontaktieren Sie bitte das Lean Management Institut, Tel. 0241- 89 49 99 93





